Vierter Reisebericht: von Iskenderun bis zum Ziel

Nach 15 stündiger Wartezeit für die Fahrer konnte die Fähre endlich beladen werden. Länger war unser Team nie voneinander getrennt. Am Morgen des 18.Mai wurden wir dann zum Flughafen gefahren und nach Tel Aviv geflogen. Von dort aus ging es direkt nach Haifa, wo wir noch eine weitere Nacht auf unsere Autos warten mussten. Kaum hatten wir unsere Fahrzeuge wieder in Empfang genommen, ging es durch Haifa nach Bethlehem, weiter durch Wüste und Militärgebiete ans tote Meer, wo das Fahrerlager in einer Oase auf uns wartete. Nach einer kurzen Nacht fuhren wir direkt nach Jerusalem, wo wir einige Stunden Zeit hatten bevor wir uns an der Grenze nach Jordanien einfinden mussten. Die Wartezeit dort war ziemlich lange, aber mit den anderen Teams hat man immer viel Spaß. Vor allem “M” war erneut die Attraktion, da niemand nach dem Unfall geglaubt hätte, dass das Auto jemals wieder fährt. In Jordanien ging es im Konvoi weiter. Zum Glück fanden wir die erste Tankstelle. Mit dem Einfall der ganzen Teams wurde Benzin zum Teil knapp wie sich herausstellte. Um 3 Uhr morgens kamen wir dann endlich im Wüstencamp an. Von dort aus wurden wir dann quer durch die Wüste geschickt, wo einige Reifen den Geist aufgaben und auch die Kühlung von “M” zum Teil versagte. Zum Glück konnten diese Probleme noch behoben werden und wir kamen abends im nächsten Wüstencamp heil an. Zusammen mit der Murmeltiergruppe ließen wir Bayern ins Camp einziehen mit Weißwürsten, Weißbier und bayrischer Musik. Da Dirndl und Lederhosn natürlich auch im Gepäck waren, war ein Fotoshooting an nächsten Tag nur selbstverständlich. Kaum losgefahren verließ uns das Glück aber erneut: “M” gefielen wohl die vielen Steine und Schlaglöcher nicht und die Querlenkung gab auf und das Getriebeöl lief aus. Bis zur Militärstation wurde es noch gefahren, dann wurden wir von dem Feuerwehrauto der Sandmänner zur nächsten Polizeistation geschleppt. Das wurde dann auch gleich zur Mitfahrgelegenheit über einige Dörfer, wo wir unsere letzten Spendengüter verteilten, zum toten Meer, dem Zielort. Im Crown Plaza Hotel lassen wir’s uns seit gestern Abend gut gehen und warten nur noch auf die Siegerehrung.